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3, 2, 1 – Feuer!

Lesedauer: 2 Minuten

Waldbrände sind eine tragische Folge des Klimawandels, doch auf Sommersportwoche war es trotzdem unser Ziel, ein Feuer im Wald zu entfachen. Das war allerdings gar nicht so einfach wie gedacht…

Bereits am 2.Tag stand Survival Training als Nachmittagsprogramm an, viel darunter vorstellen konnten wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Als Mitch, unser Guide, der uns an Tarzan erinnerte, endlich auftauchte, machten wir uns auf den Weg in den Wald. Nachdem die Farbe unserer Schuhe kaum mehr erkennbar war, weil wir kreuz und quer durch den matschigen Wald gestapft waren, mussten wir noch eine perfekte Feuerstelle suchen. Wie gesagt war der Boden ziemlich nass, da es nachts geregnet hatte, also stellte das schon unsere 1. Hürde dar. 

Nach langer Suche fanden wir ein kleines Plätzchen, das von Sonnenstrahlen beleuchtet wurde, dieses erinnerte an eine Bühne, die von Scheinwerfern bestrahlt wird. Die Freude war groß, allerdings standen wir vor einem viel größeren Problem, wir brauchten ganz viel trockenes Holz. Gefühlt waren es Stunden, bis wir endlich einen Haufen davon gesammelt hatten. Die Hälfte unserer Gruppe baute eine Art Tipi aus Ästen, die anderen beschäftigten sich mit dem selbstgebauten Anzünder. Nachdem diese Vorbereitungen erledigt waren, konnten wir uns um das Spannendste kümmern – das Feuer. 

Die meisten werden denken, es sei ja nicht schwer, eine Flamme zu entfachen, man nimmt einfach ein Feuerzeug und zündet ein bisschen Holz an. Doch es wäre kein Survival Training, hätten wir Feuerzeug oder Streichhölzer. Unser einziges Hilfsmittel waren Feuersteine. Diese mussten solange aneinander gerieben werden, bis Funken entstehen, diese Funken müssen auf den Anzünder hinüberspringen. Das war allerdings unser größtes Problem, nach einiger Zeit waren unsere Finger schon komplett wund gerieben und teilweise entstanden schon Brandblasen. Der Anzünder brannte mehrmals, aber diese Flamme hielt nicht länger als ein paar Sekunden an. Schon langsam hatten wir alle keine Lust mehr, immer wenn wir uns freuten, wurden wir sofort wieder enttäuscht. Trotzdem gaben wir nicht auf und unsere Geduld hatte sich gelohnt. Der Anzünder brannte diesmal länger und die Flamme blieb aufrecht, somit konnten wir das Feuer auf das Holz-Tipi übertragen und wir hatten als erste Gruppe ein richtiges Lagerfeuer.

Wir freuten uns so sehr und jubelten so laut, dass die anderen schon richtig genervt von uns waren. Da wir die beste Gruppe waren, durften wir uns am nächsten Tag um das gemeinsame Lagerfeuer für alle Klassen kümmern. 

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