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Psychologie & Mindset

Jeder kann morden

Lesedauer: 2 Minuten

Wenn ich behaupte, dass jeder von uns in der Lage ist zu morden, dann würden die meisten, hoffentlich, diese Aussage verneinen. Allerdings liegt es oftmals nicht in unserer eigenen Macht, Entscheidungen zu treffen, die wir für richtig oder falsch halten, sondern die Macht der Umstände gestaltet unsere Peripherie so, dass wir kaum eine Differenz zwischen Gut und Böse erkennen können. 

Das Böse

Wie bereits erwähnt, gibt es sowas, wie die Macht der Umstände, die das Böse sozusagen erweckt. Doch was genau ist diese Macht und weshalb ist sie so einflussreich, dass sie Menschen so expressiv fehlleiten kann? Es ist ganz einfach. Uns wird der Gedanke vermittelt, dass wir moralisch handeln und meist im Interesse der Wissenschaft oder der Forschung agieren.  

II. Weltkrieg

Ich mache das Richtige! Das haben sich unzählige junge Soldaten während des Zweiten Weltkrieges gedacht. Durch Propaganda, die so gut bearbeitet war, wurde der Anschein erweckt, dass die Machenschaften der damaligen Nationalsozialisten richtig waren. Die Juden wurden als Feinde, nein, gar nicht mehr als Menschen gesehen und dadurch wurde der Holocaust gerechtfertigt. 

Der Luzifer-Effekt

Situative Einflüsse sind der beste Freund der Manipulation. Sobald eine Person mit Autorität anwesend ist, fällt jeder Grundsatz von Moral ins kalte Wasser. Hierbei gilt es, an das von Milgram ausgeführte Experiment im Jahre 1961 zu denken. Zufällig gewählte Versuchspersonen erklären sich dazu bereit, einer wildfremden Person Schmerzen zuzufügen, weil es ihnen von einem vermeintlichen Wissenschaftler in einem grauen Kittel befohlen wird. Es wird ein Frage- und Antwortspiel gespielt, falls die befragte Person falsch antwortet, so gilt es sie zu bestrafen. Die Versuchspersonen sind beinahe allesamt dazu bereit gewesen, einer völlig fremden Person Elektroschock in einer Höhe von bis zu 450 Volt zu verabreichen. 

Autorität

Kommen wir nun zum Abschluss. Wie man merkt, braucht es lediglich eine Person, die für uns den Anschein erweckt, dass wir im Sinne des Guten handeln. Demzufolge ist es bedeutsam, sich immer seine eigene Meinung zu bilden, vor allem dann, wenn das Wohlergehen oder das Leben anderer am Spiel stehen.  

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