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Psychologie & Mindset

Bodyshaming und was es mit deiner Instagram-Nutzung zu tun hat 

Lesedauer: 2 Minuten

Stell dir vor, du möchtest jetzt gleich einen neuen Beitrag auf Instagram posten. Was tust du? Wählst du, ohne viel nachzudenken, einfach ein Foto aus, welches dir auf den ersten Blick ganz gut gefällt? Schaust du dir doch noch ein, zwei, dreimal das Foto an, bevor du dich dann endgültig dazu entscheiden kannst, es hochzuladen, um ganz sicher zu sein, dass du ‘perfekt’ abgebildet bist? Oder bist du doch schneller in deine Bearbeitungsapp eingestiegen, als du schauen kannst?

80 % der Mädchen betrifft letzteres. Denn aufgrund der sozialen Medien und vor allem durch Instagram entsteht ein unglaublicher Druck, den unerreichbaren Schönheitsnormen zu entsprechen.

Bodyshaming

Bestimmt ist dir ‘Bodyshaming’ ein Begriff. Immerhin werden wir alle im Alltag damit konfrontiert – öfter als du denkst. 

Wenn du nicht vielleicht sogar schon selbst zum Opfer von Bodyshaming geworden bist, hast du wahrscheinlich schon unterbewusst oder ganz offen selbst jemanden aufgrund seines Körpers diskriminiert. Was oft nur eine beiläufige Bemerkung zu sein scheint, kann für Opfer starke Auswirkungen haben, sowohl psychisch als auch physisch. Die Folgen reichen von Depressionen und Essstörungen bis zu Suizidgedanken.

Was Kylie Jenner und Co. damit zu tun haben

Bodyshaming hat viele Facetten. Einerseits kann es über das persönliche Umfeld stattfinden, andererseits über die sozialen Medien. Nicht nur negative Kommentare auf die eigenen Beiträge wirken sich massiv auf das eigene Selbstwertgefühl aus. Auch die Menschen, denen wir folgen, mit denen wir uns ständig vergleichen, oft ohne es selbst zu bemerken, tragen stark dazu bei, mit einem übermäßig kritischen Blick auf den eigenen Körper zu blicken. 

Mädchen in der Pubertät sind besonders beeinflussbar und sehen täglich andere Frauen in den sozialen Netzwerken, die unrealistischen Idealen entsprechen. Durch das ständige Vergleichen mit diesen, werden sie unzufriedener mit sich selbst, denn die Erkenntnis, dass sie nicht so makellos aussehen, wie beispielsweise Kylie Jenner, hat einen ähnlichen Effekt auf das Selbstbewusstsein wie das direkte Bodyshaming aus dem Umfeld. Sie beginnen sich selbst abzuwerten und bekommen das Gefühl, weniger wert zu sein.

Body Positivity

Wenn du regelmäßig auf Instagram oder Tiktok unterwegs bist, kommt dir der Begriff ‘Body Positivity’ bestimmt bekannt vor. Denn mit dem #bodypositivity ist die Gegenbewegung zu Bodyshaming ziemlich viral gegangen. Über den Hashtag sind zurzeit alleine auf Instagram über elf Millionen Beiträge zu finden. 

Doch was steckt dahinter? 

Personen, die der Bewegung angehören, setzen sich für die Gleichberechtigung aller Menschen, unabhängig von ihrem Äußeren ein. Das hört sich eigentlich echt toll an, doch trotzdem sind sich Kritiker einig, dass der Begriff Body Positivity zu oft missbraucht wird, um ungesunde Lebensweisen zu verherrlichen oder sogar zu befürworten. 

Fazit

Eines ist klar. Ungesunde Lebensweisen sollten auf keinen Fall verherrlicht, oder sogar als etwas Gutes angesehen werden, doch die Sicht auf den Körper muss wieder realistischer werden. Perfekte, makellose Menschen sind unrealistisch und das sollte jedem von uns immer bewusst sein.

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