Kategorien
Freizeit & Hobbys

Der Fußball in der dunkelsten Zeit: Wie der Nationalsozialismus den beliebten Sport prägte

Lesedauer: 2 Minuten

Fußball ist der meistgespielte und meistgesehene Sport der Welt. Doch wie beeinflusste die dunkelste Zeit der österreichischen und deutschen Geschichte, der Nationalsozialismus, diesen Sport? In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie sich der Fußball unter den Nazis veränderte und welche Rolle er in dieser Zeit spielte.

Wurzeln und Etablierung des Fußballs

Der Fußball, wie wir ihn heute kennen, entstand in England. Der erste Fußballverein der Welt war der FC Sheffield, der im Jahr 1857 gegründet wurde. Deshalb wird England auch oft als das Mutterland des Fußballs bezeichnet. In Deutschland entstand der erste Verein im Jahr 1888, der BFC Germania.

NSDAP und der Fußball

Wie stand die NSDAP zum Fußball? Hitler selbst hatte kein Interesse an diesem Sport und bevorzugte den Boxsport. Allerdings sah er speziell im Fußball eine Möglichkeit, die deutsche Bevölkerung zu beeinflussen.

Aus diesem Grund unterstützte die NSDAP den Fußball und förderte den Bau von Stadien sowie die Gründung von Fußballvereinen. Allerdings mussten jüdische Sportler aus den Mannschaften verbannt werden.

DFB und ÖFB

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde die deutsche Fußballmannschaft neu aufgestellt und setzte sich von nun an aus den besten Spielern Deutschlands und Österreichs zusammen. Sie konnte jedoch keine bedeutenden Erfolge erzielen.

Trotz des Zweiten Weltkrieges wurden weiterhin viele internationale Freundschaftsspiele ausgetragen, um das Kräftemessen aufrechtzuerhalten und Sympathien für Nachbarländer zu knüpfen.

Spielbetrieb

Wie gelang es, dass Mannschaften aus Österreich deutsche Erfolge verzeichnen konnten? Nachdem sich Österreich Deutschland angeschlossen hatte, waren Mannschaften wie der SK Rapid für die deutsche Meisterschaft und für den deutschen Pokal spielberechtigt. So gelang es dem SK Rapid, den Tschammerpokal (heute DFB Pokal) und die deutsche Meisterschaft zu gewinnen.

Doch auch in Konzentrationslagern wurde Fußball gespielt. So gab es Berichte aus Auschwitz, dass Fußballspiele zwischen Häftlingen des Sonderkommandos und SS-Soldaten stattfanden.

Fazit

Während des nationalsozialistischen Regimes hatten alle Fußballspieler mit Veränderungen und Verboten zu kämpfen, besonders jüdische Spieler litten unter Antisemitismus. Fußball bot eine Ablenkung während des Krieges und war eine beliebte Unterhaltung für die Massen.

Der internationale Fußball wurde von Hitler genutzt, um Sympathien für Nachbarstaaten aufzubauen. Trotz mangelnder Erfolge hatten die DFB- und die ÖFB-Mannschaften eine gewisse Bedeutung in dieser Zeit und gaben vielen Menschen Hoffnung und Freude.

2
3
2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert