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Klima & Umwelt

Der machtgierige Umweltschänder

Lesedauer: 3 Minuten

Was steckt hinter Nestlé?

Stellt euch vor, ihr startet euren Tag mit einem richtig leckeren Müsli, am besten Cini Minis (die mag ich zumindest am liebsten), gefolgt von einem schnellen Nespresso, für den täglichen Energiekick. Und dann geht’s auch schon los in die Schule.

Am Abend seid ihr dann sicher schon erschöpft, eure Eltern hatten heute keine Zeit euch etwas zu kochen, ihr habt außerdem noch einen Berg an Schulsachen vor euch. Na gut, dann gönnt ihr euch halt Instantnudeln von Maggi.

Vor dem Schlafengehen macht ihr dann noch eure tägliche Routine für eure Haut, am besten eine Gesichtscreme von L’Oréal. Ein ganz normaler Tag, oder etwa nicht?

Nestlés Profit „Undercover”

Vielleicht ist euch schon aufgefallen, dass alle Produkte, die eben aufgezählt wurden, vom Großkonzern Nestlé stammen. Für die meisten wirft dieser Name heutzutage wenige Fragen auf. Klar, fast jeder Person, zumindest in Österreich, ist bewusst, dass an dem Konzern irgendetwas faul ist. Aber habt ihr gewusst, dass Nestlé viel mehr Produkte verkauft, als den meisten bewusst ist?

Meist klitzeklein oder sogar gar nicht ist das Logo des Großkonzerns auf Marken wie Häagen-Dazs, einer Eissorte, Babyprodukten oder seit kurzem sogar auf dem Sortiment von YFood zu finden.

Vegane Proteinriegel oder Trinkmahlzeiten mit reduziertem Zucker und einem hohen Eiweißgehalt machen diese Marke heutzutage äußerst ansprechend, besonders für junge Leute.

Und so tappen wir in die Falle. Hinter diesen vermeintlich ökologischen oder gesunden Produkten steckt ein Großkonzern, der Menschen ausbeutet und den Urwald abholzt, während sich die Vorgesetzten des Konzerns eine goldene Nase verdienen. 

Nestlé und seine Arbeitsbedingungen

Wenn wir ein wenig ins Detail gehen, werden uns einige verschleierte Skandale von Nestlé bewusst. Stellt euch vor, ihr schuftet am Tag bis zu zwölf Stunden, dazwischen habt ihr vielleicht eine kleine Mittagspause. Eure Bezahlung ist ein Hungerlohn und ihr müsst euch gemeinsam mit eurer Familie etwa einen Liter Wasser pro Tag aufteilen. Da haben wir jetzt einmal außer Acht gelassen, dass wir uns gerade in einem tendenziell subtropischen Klima befinden.

So geht es unzähligen Menschen, die in Südafrika in einer Fabrik für Nestlé arbeiten. Verantwortlich ist diese Produktion für weltweit verkaufte Wasserflaschen. Mit dem Namen Pure Life sind diese noch in europäischen Ländern wie beispielsweise Spanien zu kaufen. Aber auch die Wassermarke S.Pellegrino ist besonders in Italien vertreten.

Viele Menschen konsumieren diese Produkte, weil sie nicht wissen, dass diese von Nestlé aufgekauft worden sind oder weil es die beinahe einzige Möglichkeit zu sauberem Trinkwasser bietet.

Das Problem mit der Umwelt

Wie schon erwähnt, gefährdet die Firma aber auch die Natur. Wenn ihr an den Schokoriegel KitKat denkt, wisst ihr, welcher besonders kritisch zu betrachtende Inhaltsstoff in diesem enthalten ist? Palmöl.

Unzählige Flächen des wertvollen Urwalds werden dafür geopfert, ihr könnt euch den täglichen Verlust der Natur in der Größe von circa 560 Fußballfeldern vorstellen!

Essentiell ist dieser Rohstoff, da er im Vergleich zu anderen Ölsorten billiger ist und Lebensmittel länger haltbar macht. Nur leider sorgt diese Pflanze für die massive Bedrohung von unzähligen Tieren- und Pflanzenarten.

Stark davon betroffen sind die inzwischen vom Aussterben bedrohten Orang-Utans. Die Zerstörung sorgt für einen starken Rückgang der Artenvielfalt und wirkt sich zudem negativ auf die klimatische Lage der Erde aus.

Und was jetzt…?

Schön, jetzt haben wir diese schweren Informationen erstmal verarbeitet… Aber was kommt jetzt? Obwohl bereits einiges gegen Nestlé unternommen wurde, ist die Macht der Schweizer Firma weltweit zu bemerken.

Strengere Kontrollen bei der Rodung der Urwälder sind bis heute nicht sonderlich erfolgreich gewesen. Auch eine verbesserte Bezahlung der ausgebeuteten Arbeitskräfte wird vom Konzern ignoriert.

Wichtige Schritte, die man als Zeichen des Protests setzen kann, ist das Vermeiden des Konsums von Nestlé-Produkten.

Ich persönlich versuche, seit mir die Marken von Nestlé vermehrt bekannt sind, genau auf meinen Einkauf zu achten und Lebensmittel der Firma zu vermeiden. So können bereits kleine Schritte gesetzt werden, um den Großkonzern zu stoppen.

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