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Schulalltag

Die (un)überwindbare Hürde – die vorwissenschaftliche Arbeit

Lesedauer: 3 Minuten

Für viele hinterlässt dieser Name ein mulmiges Gefühl in der Magengegend… Mir ging es genauso! Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, da war es dann sowieso nur halb so schlimm. Aber da mal hinzukommen, ist leider nie wirklich leicht. Man ist auf jeden Fall nicht alleine mit dem Stress, etwa 30.000 SchülerInnen absolvieren in Österreich pro Jahr die Reifeprüfung (das Schreiben der VWA ist dabei inkludiert).

Als kleine Hilfestellung möchte ich euch einen kleinen Einblick in meine Vorgehensweise verschaffen und was ich alles beim Schreiben über die Monate mitgenommen habe…

Wie alles begann…

Das Ziel war es, bereits ein wenig zu recherchieren und vielleicht der Betreuerin schon das erste Kapitel abzugeben. Na ja, daraus wurde irgendwie nicht viel… Das einzige, was ich bezüglich meiner VWA in den Ferien mitgenommen habe, war Angst. Wie, um Himmels willen, soll man mit so einem Brocken an Arbeit anfangen, geschweige denn, fertig werden?

Ein häufiges Ereignis meines Prozesses war das hektische Überfliegen von zahllosen Büchern, jede potenziell wichtige Information muss aufgesaugt werden. Ach, die ganzen Minuten, die mit Panik erfüllt waren. Ich könnte sie nicht an Händen und Füßen abzählen. 

… Als es dann wirklich begann 

Also gut, springen wir mal zu den Herbstferien (denn in der Zeit zwischen Schulbeginn und Ende Oktober hat sich an meiner VWA-Situation nichts geändert).

Das Gefühl des Stresses, nichts gemacht zu haben, wurde durch eine wunderschöne Erinnerung meiner Betreuerin mir nun überdurchschnittlich deutlich ins Bewusstsein gerufen. Das war dann das offizielle Ende meiner vorübergehenden Prokrastination, zumindest teilweise.

Denn ich muss ehrlich gestehen, die Herbstferien waren dann nur zur Hälfte so arbeitsintensiv wie gedacht. Aber trotzdem, der erste Teil der Arbeit wurde einmal verfasst und ehrlich gesagt, ein kleiner Anflug von Erleichterung breitete sich aus. Aber nicht für lange Zeit.

Eine E-Mail riss mich dann wieder ordentlich aus der Bahn. Meine subjektive Auffassung, schon mal gute Arbeit für die verbleibende Zeit geleistet zu haben, wurde gleich einmal zunichtegemacht. Die Zeit drängt!

Weihnachtszeit, Schreibtischzeit

Ahhh, Weihnachten! Wie schön! Dieses Jahr befand sich etwas ganz Besonderes unter dem Baum. Die Erinnerung daran, dass die Ferien sehr ausgiebig mit vorwissenschaftlichem Arbeiten gestaltet sein würden. Besonders, weil die Schularbeitsphase von November bis Dezember das Weiterschreiben sehr eingeschränkt hat. Deswegen musste also umso mehr weitergehen!

Es ist tatsächlich keine Untertreibung, wenn ich sage, dass die zweite Hälfte der Ferien eine der arbeitsreichsten Wochen meines Lebens war. Der Schreibtisch zog mich regelrecht magnetisch an. Und so ging das, aufstehen, essen, schreiben, essen, schreiben, essen, schlafen. Die Rückenschmerzen waren überaus spürbar.

Und nicht nur das, der restliche Jänner bestand aus praktisch nichts anderem, als meine Wochenenden VWA-orientiert zu gestalten. Aber schließlich auch mit Erfolg. Am Mittwoch der Semesterferien lag dann das gute Stück gedruckt in meinen Händen. Das war ein Erfolgserlebnis! 

Das Licht am Ende des Tunnels? Oder die tiefste Finsternis?

Dem manchen stellt es nun als vielleicht noch eine größere Herausforderung dar, das Thema vor der Kommission zu präsentieren. Aber ehrlich gesagt, steht man einmal vorne, ist man schon in seinem eigenen Element. Es ist ziemlich finster, damit die schönen Bilder der Präsentation gut zu erkennen sind, dafür siehst du umso weniger und hast eine schwach beleuchtete Atmosphäre nur für dich 😉

Auch die Fragen der Kommission haben sich tatsächlich als gemütliches Gespräch mit der Betreuerin erwiesen. Es ist einfach ein angenehmes Gefühl zu wissen, dass man nicht ganz alleine dasteht. Denn es muss gesagt sein, die BetreuerInnen fühlen mit euch mit und wollen schließlich nur das Beste für ihre Schützlinge.

Was außerdem gesagt werden muss ist, dass ich überaus dankbar bin für jegliche E-Mails, die ein wenig Stress ausgelöst haben. Diese werden vermutlich gezielt von den BetreuerInnen ausgesendet, um eine Totalkatastrophe in den Semesterferien zu vermeiden 😉

Was kann man daraus schließen?

Zusammenfassend kann ich, zumindest von meinen Erfahrungen, sagen, dass sich das Beginnen in den Ferien bei einigen tatsächlich nur als Wunschvorstellung herausstellt…

Aber das ist kein Problem! Die Arbeit ist machbar. Und wie?

Fang einfach an. Beiß dich nicht unbedingt an deiner Gliederung fest, die wird sich im Laufe der Arbeit schon ergeben (ich habe am letzten Wochenende vor den Semesterferien tatsächlich noch zwei komplett neue und ungeplante Kapitel hinzugefügt).

Mit der Zeit entsteht eine Routine, wo man einfach weiß, wie man am besten ein neues Kapitel beginnt (Tipp: gib ein Stichwort im Internet ein, dann findest du ein paar Quellen und kannst dann sicher schon ein wenig schreiben).

Und falls du mit dem Timing überhaupt nicht klarkommst, kommt natürlich auch das Einlegen von ein paar Nachtschichten in den Semesterferien infrage. Für genaue Tipps müsstet ihr euch da aber an andere Ansprechpersonen wenden 😉

Ich wünsche euch viel Erfolg!

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Von Gastautor

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