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Die verlassene Villa

Lesedauer: 3 Minuten

Es war nebelig und finster, als Elena und Robin durch den dunklen und düsteren Wald wanderten. Sie waren von ihrer Gruppe beim Wandern am Nachmittag abgekommen und versuchten, deswegen einen Ausweg aus diesem unheimlichen Wald zu finden….

Doch es schien hoffnungslos. Elena hätte sich schwören können, dass sie nun das dritte Mal an dem Baum mit den merkwürdigen Kratzern vorbeikommen. Von Aufgeben war aber nicht die Rede, denn sie wollten hier so schnell wie möglich raus.

Man munkelte, dass es in diesem Wald spukt und wer über die Nacht nicht mehr herausfindet, der solle für immer dort bleiben. Also zogen sie weiter. Vorbei an riesigen Brennnesselstauden, geführt nur von dem Licht des Mondes, da Elenas Handy leer war und Robin seines zum Wandern gar nicht mitgebracht hatte.

Es schien aussichtslos, als Elena plötzlich dunkle, große Umrisse in der Ferne entdeckte. Vielleicht können sie dort ja Schutz über die Nacht finden, dachten sie sich und gingen näher.

Es stellte sich heraus, dass sie vor einem riesigen alten Haus standen. Es scheint verlassen. Das Dach war teilweise schon eingestürzt und einige der Fenster waren eingeschlagen.

An der Hauswand rann eine dunkle Flüssigkeit herunter, doch da sie kein Licht hatten, konnten sie nicht herausfinden, was es war.

War es Blut? Wie kommt es hierher? Was geht in dieser Gruselvilla vor sich? 

Trotz allem war dieses Haus der beste Unterschlupf, den sie finden konnten und deswegen war die Entscheidung gefallen: Sie werden die restliche Nacht hier verbringen.

Die morsche Tür ließ sich nur mit einem lauten Quietschen öffnen und das klägliche Geräusch ließ Elena einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen. Doch sie hatten keine Wahl.

Robin trat schützend vor sie in die mysteriöse Villa ein. Es war noch schlimmer, als sie es erwartet hatten. An den Wänden hingen Gewehre und ausgestopfte Tiere wurden mit Nägeln an die Wand gehämmert.

Als sie an ihnen vorbeigingen, hätte Elena sich schwören können, dass die Augen des Hirsches sich in ihre Richtung gedreht hätten, doch das war schließlich unmöglich.

Was war das hier? Vielleicht ein uraltes Jägerhaus?

Plötzlich fiel etwas mit einem lauten Klirr herunter und zerbrach in tausend Teile. Den beiden Wanderern rutschte das Herz fast in die Hose, doch sie konnten nicht herausfinden, ob es im Obergeschoss oder im Erdgeschoss war. Also rannte Elena schnell nach oben und Robin suchte im unteren Stock alles danach ab.

Im oberen Stock gab es mehrere Räume und wenn man hier die Orientierung verlor, schien es genauso wie in dem furchtbaren Wald. Deswegen öffnete Elena die erste Tür nach den Stiegen.

Ein Schild zeigte schräg nach unten an der holzigen Tür. Sie musste den Staub erstmal runterwischen, um lesen zu können, was darauf steht. ,,Gefahr, betreten verboten!’’, entzifferte sie schließlich den Satz.

Doch Elena blieb nichts anderes übrig, als die Tür zu öffnen. Abermals quietschte es und sie musste stark drücken, um in das furchterregende Zimmer zu gelangen. Nun stand sie da. Das Zimmer war leer. Totenstille. Einfach nichts gab es hier zu sehen.

Plötzlich entdeckte sie eine kleine schwarze Box inmitten des Raumes. Sie lag auf dem Boden und wurde durch das Licht vom Mond, welches durch das eingeschlagene Fenster hindurch drang, besonders magisch beleuchtet.

Elena war sich bewusst, dass sie diese Box nicht öffnen sollte. Es wäre ein großer Fehler und etwas Schlimmes würde passieren. Doch der Drang zu wissen, was sich darin befand, wurde mit jeder Minute schlimmer.

Was war es wohl? Nun hielt sie es nicht mehr aus. Sie musste wissen, was sich in dieser kleinen Box verbirgt. Also ging sie näher, öffnete den schwarzen Deckel, der voller Staub war, und plötzlich sprangen heraus…

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