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Ausflüge

Einige Tage können zwar anstrengend sein, aber what tf was this?

Lesedauer: 4 Minuten

Es war einer dieser Tage, der schon seit der allerersten Minute meine Nerven an ihre Grenzen setzte. Hätte ich jedoch gewusst, wie sich der Rest des Tages weiterentwickeln würde, wäre ich lieber im Bett geblieben…

Es war der letzte Tag vor der Abfahrt, der 12.5.2022.

Ich schlummerte im Bett, in meiner Decke eingekuschelt. *ding ding ding ding ding* Ich sprang wortwörtlich aus dem Bett, “komplett lost”. 

Die Zeit sagte 5:45 Uhr.

Dieses grässliche Geräusch konnte zwar einige aufwecken, jedoch nicht die, die es gestellt hatten. 

Wir haben es gehört.

Wir haben es bemerkt. 

Wir haben es in unserer Seele gespürt.

Aber keiner ist aufgestanden; keiner wollte nachgeben, denn die Person, die den Wecker am Ende ausschaltet, hat verloren.

Aber nach 2 Minuten qualvoller Folter gestanden Merisa und ich uns ein, dass wenn wir diesen Lärm noch eine Sekunde länger ertragen müssen, wir die Handys aus dem Fenster schmeißen würden. 

(Warum Kallista und Katrin einen Wecker um 5:45 Uhr gestellt haben? Yoga.)

Nachdem mein Mood schon auf Ameisengröße gesunken war und wir unser Frühstück gegessen hatten, gab es für die Aktivitätslosen mehrere Sachen zur Auswahl, damit sie nicht im Zimmer “vergammeln”, wie es die Lehrpersonen gerne nannten. Ich habe versucht, draußen aktiv zu sein und gleichzeitig von den Lehrern gesehen zu werden, damit ich wieder so schnell wie möglich in unser Zimmer kriechen konnte, weil ich “to be honest” nicht so Bock auf einen Sonnenstich hatte. 

Mittagessen stand auf dem Plan, und endlich kommen wir zum ,,Highlight” des Tages. 

Unsere Aktivität: Flying Fox.

Was das ist? Kein fliegender Fuchs…

ha ha ha (everyone hated that)

→ Viel Klettern, viel Zip-lining, viel Anstrengung und viel Verlangen, umzukehren.

Wir fuhren mit einem Bus, und dort angekommen, mussten wir erstmal eine halbe Stunde warten. (Schön die Nervosität noch steigern, damit man später noch mehr Angst um sein Leben hat 👍)

Endlich wurden wir abgeholt und in eine Ausrüstung gesteckt; somit begann das AbEnTeUeR…

Bei unserer Sicherung gab es zwei Haken, die klick klack machten, und mit denen mussten wir uns bei Stahlseilen einhaken, um ja nicht wegzurutschen. (Nach ungefähr 7 Schritten gab es jedes Mal eine neue Ecke, wo man sich neu einhaken musste. Als ob meine fehlende Ausdauer nicht ausreichen würde, war das ent- und befestigen dieser Haken “the cherry on top” und ich wollte mich einfach nur auf den Boden schmeißen.)

Und logischerweise, um nach unten klettern zu können, müssen wir ja irgendwie nach oben. Der Weg nach oben dauerte ca. 10 Minuten und ich weiß, dass ich nicht in einer Sportklasse bin, aber es gibt auch einen Grund dafür. Die arme Katharina (6C) kletterte vor mir, während sie mitansehen musste, wie ich nach 5 Minuten bergauf gehen schon kurz vorm Kollabieren war. Und das war ja nur der Weg nach oben, Betonung auf NUR.

Doch dann begann der eigentliche Spaß: Das Hinunterklettern.

… oh boy …

Die Gesteine, wo mehrere Steckbügel untereinander befestigt wurden, waren sehr, sehr, sehr feucht. Die Bügel sind auch sehr komisch angeordnet, und meine Körpergröße war anscheinend nicht für die Fußstützen geeignet, denn als ich mehrmals bereit war, meinen Fuß abzustellen und mein Gewicht darauf zu verlagern, war da KEIN BÜGEL. Ich musste mich hängen lassen und mit dem Fuß abtasten, ob ich eh nicht gleich in meinen Tod stürze. Dann kam auch die erste Zipline auf uns zu; sie befand sich direkt neben einem Wasserfall, und ihr dürft dreimal raten, wer nass geworden ist.

Ein paar Dinge, die noch wichtig sind:

  • Öfters gab es nicht einmal Bügel, deswegen mussten wir auf feuchtem Gestein gescheite Stellen für unsere Füße finden und vier Mal bin ich ausgerutscht.
  • Kleine Randinfo: Nach den Ziplines haben mehrere Burschen aufgepasst, dass jeder sicher beim anderen Ende ankommt und sie hatten ein Seil in der Hand, womit du dich dann in Richtung des Brettes ziehen konntest. Dieses Seil fiel mir aus der Hand und ohne Hilfe wäre ich fast auf die Zipline zurückgeschleudert worden [an dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Paul aus der 6D (ich erinnere mich nicht mehr genau, ich war zu fokussiert, nicht bewusstlos werden)]
  • Bei der vorletzten Zipline gab es bei den Gesteinen viel zu viel Gatsch. “By the way”, eine Regelung war es, vor dem Ziplining so gut wie möglich zu versuchen zu ,,sitzen”, bevor du losdüst, damit du währenddessen nicht schaukelst. Ich saß mich hin, Gluteus maximus natürlich “straight” zum Gatsch, WIE DENN AUCH SONST. Und um es noch besser zu machen, fühlte ich mich als wäre ich auf diesen Schiffschaukeln beim Prater.
  • Es gab ein Seil, das nach unten ragte und welches wir greifen mussten, um weiter nach unten zu gelangen. Ich war kurz vorm Abstellen meines nassen Fußes, als sich meine Leggings an einer Mutter verfangen hatten, und sie so richtig schön mit einem trsssssscccchhhhhhtttt zerriss [die Leggings waren neu :,)].

In conclusio war dieser Tag mit viel Schweiß, Gatsch und Hoffnungslosigkeit gefüllt, doch um ehrlich zu sein habe ich das auch nur geschafft, weil mein Körper auf “Survival Modus” war und das Adrenalin, welches meinen Körper durchflutete, mich über die Erniedrigung, die mich mein ganzes Leben lang verfolgen wird, vergessen ließ. 

[Die Wasserfälle und Aussichten waren aber schön 🙈 (wenigstens das).]

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