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Politik & Wirtschaft

Kriegsverbrechen? 

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Zu Tausenden lagen die Toten auf den Straßen, in den verschütteten Luftschutzkellern, in den Bunkern. Mütter mit Kindern, Männer, Greise – verbrannt, verkohlt, manche äußerlich unversehrt und bekleidet, andere nackt, in jeder denkbaren Stellung, mit Gesichtern, die wie schlafend wirkten oder in erschütternder Deutlichkeit den Todeskampf zeigten.

Uwe Bahnsen

Fast 42.000 Todesopfer, tausende zerstörte Gebäude und 900.000 Obdachlose. Hamburg war nach den Bombenangriffen, beginnend mit der Nacht des 24. Juli 1943, eine Stadt, die in Trümmern lag und dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Durch die Luftangriffe der US Air Force am Tag und die Angriffe der Royal Air Force in der Nacht mussten tausende Menschen Tag für Tag in Angst leben und um ihr Leben fürchten.

Doch es sollte Hamburg noch viel schlimmer treffen. Durch die extreme Hitze im Sommer dieses Jahres entstand ein tornadoartiger Feuersturm, der mit bis zu 1000 Grad durch die Straßen Hamburgs fegte. Tausende Menschen wurden in den Tod gerissen und alles in der Umgebung verglühte.

Weitere schwere Bombenangriffe im Verlauf des Zweiten Weltkriegs, wie zum Beispiel die Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki, ließen immer wieder die Frage entfachen, ob gezielte Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung gerechtfertigt seien oder als Kriegsverbrechen eingestuft werden sollten.

Aus heutiger Sicht aufgrund des Genfer Abkommens, welches Angriffe auf die Zivilbevölkerung und zivile Ziele verbietet, würden diese Bombenangriffe als Kriegsverbrechen eingeordnet werden. 

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