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Krisen-Fest

Lesedauer: 2 Minuten

Wie können wir Jugendliche mit den momentanen Krisen umgehen? Was „machen“ diese großen Krisen mit uns? Was bringt uns wieder zum positiven Denken?

Ich, als 17-Jährige, gehöre der Generation Z an. Z – der letzte Buchstabe des Alphabets.

Überlegt man sich, in welchen krisenhaften Zeiten wir uns gerade befinden, egal, ob Umweltproblematik, Coronazeit oder Ukrainekrieg, könnte man meinen, unsere Generation hat nicht zufällig das „Z“ als Anhängsel bekommen. 

Gerade scheint eine Krise gerade halbwegs im Griff, eröffnet sich schon das nächste gesamtgesellschaftliche Problem. Dabei spreche ich noch gar nicht von den vielen „kleineren“ Problemen, die wir in der Zeit des Erwachsenwerdens sowieso bewältigen müssen.

Viele von uns haben dabei das Gefühl, diesen Krisen hilflos ausgeliefert zu sein.

In der Psychologie spricht man dabei von der sogenannten „Theorie der gelernten Hilflosigkeit“ nach Seligman. 

„Wenn ein Organismus einem unkontrollierbaren Ereignis ausgesetzt ist, ist er hilflos. Die Wahrnehmung und Generalisation der Unbeeinflussbarkeit heißt gelernte Hilflosigkeit“ (Herkner 1993, S. 102)    

Gelernte Hilflosigkeit führt zu Antriebslosigkeit und Depressionen. 

Andreas Wimmer, der Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Krankenhaus Ried sieht ähnliche Symptome bei Jugendlichen, ausgelöst durch die Coronakrise. Diese seien Konzentrationsprobleme, Antriebsstörungen, Ängste, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen aber auch Zwangsstörungen. (vgl. https://www.tips.at, 28. April 2022)

In den Medien wird verlautbart, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrien voll sind. Es wären um einiges mehr Plätze notwendig, als sie vorhanden sind.

Es fehlen, gerade in diesen anstrengenden Zeiten, viele positive Verstärker: Lockdowns haben es uns erschwert, uns mit unseren Freunden zu treffen und uns mit ihnen auszutauschen. Auch viele Feiern und Feste sind dadurch ins Wasser gefallen.

Diese kleinen Dinge des Jugendalltages, die im Vergleich zu den Krisen natürlich banal wirken, wären aber genau jetzt so wichtig für uns alle.

Doch was können wir „im Kleinen“ tun, wenn uns die Decke auf den Kopf fällt und wir das Gefühl haben, alles um uns bricht zusammen?

In seinem Artikel nennt Dr. Volker Busch dagegen ein einfaches Mittel: Lachen bzw. Humor.

Das klingt vielleicht etwas simpel. Liest man sich allerdings seine Schilderungen etwas genauer durch, kann man dieser Theorie einiges abgewinnen. Er schreibt, Lachen sei ein emotionaler Ausgleich. Wir können damit Druck ablassen. Auch das „Loslassen-können“ , sich von Kontrollversuchen befreien zu können, wird durch das Lachen erleichtert. (vgl. https://www.drvolkerbusch.de, 28. April 2022)

Nicht umsonst heißt es „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“!

In diesem Sinne: Versuchen wir, schwierigen Situationen auch etwas Positives abzugewinnen. 

Machen wir uns krisenfest und feiern die „Krisen-Feste“, wie sie fallen! 

Quellen:

Herkner, Werner. 1993. Sozialpsychologie. (5.Auflage). Bern: Verlag Hans Huber.

Tips- total regional. 2021. „Corona-Krise: Die psychische Belastung für Kinder und Jugendliche ist enorm“. https://www.tips.at/nachrichten/ried/land-leute/528663-corona-krise-die-psychische-belastung-fuer-kinder-und-jugendliche-ist-enorm (28. April 2022).

Busch, Volker. 2020. „Lachen trotz Krise?- Warum uns Humor gerade jetzt gut tut“. https://drvolkerbusch.de/lachen-trotz-krise/ (28. April 2022).

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Von Livia R.

Schulsprecherin des BORG Deutsch-Wagrams

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