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Teamsportler probieren Einzelsport

Lesedauer: 2 Minuten

Teamsport ist anscheinend doch nicht das Richtige für mich. Noch dazu zerrt die Menschheit an meinen Nerven, so wie Golf doch kein Pensionistensport ist und Rückenschmerzen verursacht.

Ich nehme mal an, die Mehrheit von euch ist Teamsportler so wie ich. Seit Jahren mache ich nichts anderes als Teamsport, deshalb wollte ich mal etwas Neues auf der Sportwoche ausprobieren. Radfahren? Tennis? Golf? Gewonnen hat Golf bei dieser Entscheidung. War es eine gute Idee? Wird sich auf jeden Fall noch herausstellen. 

Golf haben zum Glück nur eine Handvoll Leute gewählt, also genau genommen vier. Das hatte mehrere Vorteile für uns. Unser Frühstück fand meistens, außer am ersten Tag, etwas später statt und wir konnten länger schlafen. Noch dazu sind wir gemeinsam mit einem Lehrer mit dem Auto hingefahren. Der Golflehrer war auch sehr entspannt, extrem nett und ließ uns relativ viel zeitlichen Freiraum. Somit verlegten wir den Golfkurs öfter mal nach hinten. Meistens übten wir für eine Stunde Technik und danach durften wir so lange wie wir wollten noch Bälle schlagen, Minigolf spielen und am letzten Tag sogar am richtigen Platz spielen. 

Highlight des Tages? Definitiv Minigolf, wobei entschieden wurde, wer Kellner spielen und Essen servieren sowie abräumen durfte. So kam es, dass wir jeden Tag beim Mittagessen unseren persönlichen Kellner/in hatten. 🙂

Eigentlich dachten wir, Golf wäre entspannter bzw. halt Seniorensport. Im Laufe der Woche überzeugten uns Rückenschmerzen definitiv, dass es doch nicht so ohne war. Kein Wunder, dass viele alte Leute so gebückt gehen, die spielen wahrscheinlich alle Golf. Zudem senkten wir mit unserer Anwesenheit auf dem Platz das Durchschnittsalter um mindestens die Hälfte. Ein große Enttäuschung war aber, dass wir nicht mit dem Golfcart fahren durften. Wozu haben wir uns denn sonst dafür angemeldet? Auch die Enten dort waren in Lebensgefahr durch unsere Anwesenheit – Ziel und Treffgenauigkeit funktionierte die ersten Tage noch nicht wirklich. Darüber hinaus wurden auch der Rasen und die Tees sehr in Mitleidenschaft gezogen. Der Golfplatz glich nach unserem Spiel einem Minenfeld und das Gras flog bei den Schlägen nur so dahin. 

Wusstet ihr, dass es neben Golfcarts auch extra Ballmaschinen und Schläger-Waschanlagen gibt? Ziemlich “fancy” und eine überaus gute Investition, wenn ihr mich fragt – würde ich mir definitiv auch zulegen. 

Eigentlich wollte ich Golf natürlich ausprobieren, um eine Abwechslung zu Teamsport zu bekommen (auf keinen Fall wegen den Golfcarts oder dem “rich kid lifestyle” und den reichen Leuten dort – Vorurteile lassen grüßen). Durch diese Woche ist mir klar geworden, wie es nur passieren konnte, dass ich seit Jahren Teamsport mache. Wie habe ich mich da bloß hin verirrt? Meine Qualitäten dafür sind eigentlich nicht wirklich vorhanden. Weder bin ich sozial noch kann ich gut mit anderen zusammenarbeiten, also eine ziemlich gute Frage. Obwohl Golf ein Einzelsport ist, hatte ich leider während des Kurses Menschen in meiner Nähe und das Bedürfnis, manchmal etwas weiter mit dem Schläger auszuholen. Keine Sorge, es geht allen gut, ich konnte erfolgreich diesen Drang unterdrücken, was definitiv mein größter Erfolg in dieser Woche war. 🙂

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