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Von Nasenspray bis Alkohol – Was ist Sucht?

Lesedauer: 2 Minuten

Das Wort Sucht wird abgeleitet vom germanischen Verb siechen. Früher wurde der Begriff bei Krankheiten wie der Gelbsucht angewendet. Auch für Charaktereigenschaften wie Selbstsucht fand man später Verwendung.

Doch was versteht man unter einer Sucht?

Die Sucht ist eine Abhängigkeitserkrankung, diese unterteilt man in zwei Bereiche:

In die körperlich abhängige Sucht, die bei Nicht-Einnahme der Substanz Symptome, wie Erbrechen, Schwitzen oder Zittern auftreten lässt (Entzug).

Weiters gibt es noch die psychische Abhängigkeit, die starkes, quälendes Verlangen nach einer Substanz oder einer Tätigkeit zur Folge hat.

Typische Symptome einer Sucht sind: 

  • der überwältigende Wunsch oder das Bedürfnis, die Droge regelmäßig zu konsumieren, 
  • eine Tendenz, die Dosis ständig zu erhöhen
  • eine psychische oder physische Abhängigkeit von den Wirkungen der Droge

Doch bei einer Sucht handelt es sich nicht nur um stoffgebundene Süchte. Es gibt auch verhaltensbezogene Süchte, wie Fernsehsucht, Internetsucht, Kaufsucht oder Glücksspielsucht. 

Allerdings gibt es auch eine Grenze zwischen Sucht und Genuss – aber wo liegt diese?

Unser Alltag wird begleitet von Dingen, die wir unbedingt brauchen, wie Schlaf, Essen oder soziale Beziehungen. Solche Tätigkeiten sind so lange nicht problematisch, solange die Aktivität oder die Substanz nicht unsere einzige Energiequelle ist. 

Zum Glück gibt es für uns auch Schutzfaktoren, die uns, im Unterschied zu Risikofaktoren, von Abhängigkeiten bewahren können. Personale Schutzfaktoren wären Lebenskompetenzen wie Selbstwert und ein positives Selbstbild, Selbstverantwortung oder Frustrationstoleranz. Doch auch ein gutes Verhältnis zu den Eltern oder ein unterstützender und vertrauensvoller Freundschaftskreis können uns schützen. Solche Faktoren nennt man soziale Schutzfaktoren. 

Woran erkennt man, dass jemand süchtig ist?

Jede Person reagiert individuell auf eine Sucht, die häufigsten Merkmale sind:

  • grobe Wesensveränderungen, wie Stimmungsschwankungen, Rückzug, depressive Verstimmung, Gereiztheit oder Aggressivität
  • Veränderung der Wünsche und der Bedürfnisse
  • Veränderung des Aussehens: Pupillenreaktionen, gerötete Bindehäute oder Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • übersteigerte finanzielle Ausgaben

Wenn man sich sicher ist mit der Vermutung, dass ein Bekannter Drogen konsumiert oder abhängig ist, sollte man Ruhe bewahren und ihn in einer ruhigen Gesprächsatmosphäre überlegt darauf anzusprechen. In weiteren Schritten sollte man sich von einem Experten unterstützen lassen und gemeinsam Hilfe suchen. 

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Moritz Smutek

Von Moritz

Mitglied des schulinternen Redaktionsteams 😊

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