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Ausflüge

Der Erkundungslauf, der zu einer Ganzkörperdusche wurde

Lesedauer: 2 Minuten

Zwei Menschen, ein Erkundungslauf und Regen. Was braucht man mehr?

Eines schönen Nachmittags auf der Sommersportwoche, wurden Anna und ich dazu aufgefordert, einen Erkundungslauf durch ganz Wagrain zu machen. Die anderen hatten es schon am ersten Tag hinter sich gebracht, doch wir waren direkt nach unserer Ankunft zu einer Aktivität gegangen. Die Aussicht darauf, fast drei Stunden im Nieselregen Schilder mit Nummern zu suchen, um ein Lösungswort zu finden, gefiel uns nicht sonderlich, also machten wir uns nur widerwillig auf den Weg. 

Als wir nur zwei Minuten gegangen waren, fiel uns auf, dass es absolut kein Vibe war, diese kleine Wanderung durchzuführen, also drehten wir glatt um und holten meine Musikbox, um wenigstens ein bisschen Freude daran zu haben. Ich will euch nicht anlügen, am Anfang war es absolut schrecklich herumzuspazieren. Wir waren nach dem ersten Schild schon so erschöpft, dass wir wieder nach Hause gehen wollten, doch dann kam uns Frau Professor Weber in den Kopf, die definitiv nicht begeistert davon wäre, uns so früh wiederzusehen. Also kämpften wir uns tapfer weiter.

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir ca. bei der Hälfte der Schilder angelangt und gönnten uns eine halbe Stunde Pause auf einem Spielplatz, wir wechselten uns ab auf einer riesigen Schaukel, zu schaukeln und es war sehr amüsant. 

Doch irgendwann mussten wir auch wieder weiter gehen. Die nächste Pause folgte ziemlich bald, da wir nach einem weiteren 

Schild einen Spar erblickten. Wir holten uns eine Stärkung, doch als wir wieder herauskamen, schüttete es wie aus Eimern. Nach ein paar Minuten waren wir völlig durchnässt und unser Orientierungsplan aus Papier natürlich auch. Also gingen wir ohne Plan, aber mit gutem Gefühl weiter und fühlten die Musik. 

Als wir schon fast wieder am Hof angekommen waren, hielten unsere Füße das nasse “Quatsch”, das bei jedem Schritt ertönte, nicht mehr aus. Daraufhin zogen wir uns einfach die Schuhe aus und liefen ohne weiter. Kurz bevor wir nach Hause zurückkehrten, sah ich einen hilflosen Regenwurm, der sich auf dem Asphalt räkelte, also versuchte ich ihn hochzuheben, um ihn wieder auf die Erde zu bugsieren, was sich als kleiner Struggle herausstellte, weil er komplett glitschig war. Kurzerhand nahm ich einen Stock zur Hilfe, um den kleinen Regenwurm nicht zu verletzen und damit klappte es letztendlich. Einige Zeit später kamen wir völlig erfroren, aber glücklich am Markushof an und so wurde der langweilige Orientierungslauf zu meinem Highlight der Woche.

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